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>> Broschüre
Die Skizze zeigt anhand der roten Linie wo die Südumfahrung von
Schmitten gebaut werden soll. Die Strasse ist mit 2300 m Länge und 6 m
Breite mit einer Brücke über das Schmittnertobel in Planung.
Der heutige Zustand mit dem Durchgangsverkehr durch das Dorf ist auf
die Dauer für die Bevölkerung nicht zumutbar. Deshalb muss eine
Umfahrung von Schmitten realisiert werden, um die Anwohner der
Durchgangsstrasse zu entlasten. Zu berücksichtigen ist auch der
Verkehrszuwachs der nächsten Jahre.
Die IG unterstützt und befürwortet eine Umfahrung. Diese soll aber nicht
das gegenwärtige Problem in den Süden des Dorfes verlagern. Die nötige
Umfahrung soll nachhaltig sein für die Bevölkerung, das Land, die Umwelt
und soll naturschonend gebaut werden. Die Vielfalt der Blumen, Kräuter,
Vögeln, Schmetterlinge und anderer Insekten würde ernsthaft gefährdet.
Ausserdem würde wertvolles gutes Landwirtschaftsland vernichtet und
Land lässt sich bekanntlich nicht vermehren.
Durch die Aufnahme des Landwasserviaduktes als UNESCO Weltkulturerbe
gibt es immer mehr Wanderer die ab Schmitten zum Viadukt gehen und
dabei die prachtvolle Natur bestaunen können. Schmitten liegt auch im
neu geschaffenen Parc Ela, in welchem eine nachhaltige Entwicklung
angestrebt wird. Das Wandergebiet und auch Wildwechsel würden durch
diese Strasse unterbrochen. Die Gemeinde Schmitten würde ihr grösstes
Kapital, die Landschaft, mit diesem Projekt unwiderruflich opfern.
Gemäss neustem Beschluss des Bundesrates sind Trockenwiesen in der
ganzen Schweiz zu schützen. Auf dem Gelände, auf welchem die Strasse
entstehen soll, gibt es nicht weniger als drei relativ grosse Trockenwiesen,
von denen mindesten eine durchschnitten würde. Die anderen würden
durch die Nähe der Strasse ebenfalls tangiert, was möglicherweise eine
weitere Entwicklung der Flächen verunmöglicht.
Schon zu Beginn der Achtzigerjahre lag ein ausgearbeiteter Plan für einen
370m langen Tunnel vor. Wegen diverser Einsprachen wurde das Projekt
schubladisiert. In der Zwischenzeit hat die Technik grosse Fortschritte
gemacht in Bezug auf Bautechnik-/ Tunnelbau und Schallisolation. Heute
müsste ein ca. 400 m langer Tunnel in Betracht gezogen werden um
sämtliche Häuser des Dorfes zu umfahren.
Ein Tunnel ist die einzige Möglichkeit, welche die Umwelt schont und der
Bevölkerung auf Dauer die Belastung durch den Lärm nimmt. Durch die
geplante Südumfahrung würde der Lärm nur verlagert. Zu berücksichtigen
ist auch, dass Lärm bekanntlich nach oben steigt, wodurch die Bewohner
sämtlicher Häuser im Südteil des Dorfes betroffen wären. Dies würde in
naher Zukunft die Forderung nach Lärmschutzwänden zur Folge haben.
Dadurch würden sich einerseits die Kosten der Strassenvariante stark
erhöhen und andererseits die Verschandelung der Landschaft weiter
verschlimmern.
Auch wenn ein Tunnel gegenüber der Stassenvariante für den Kanton
teurer zu stehen kommt dürfte sich eine Tunnellösung für die Zukunft als
richtig erweisen.
Die heutige Jugend - die kommende Generation von Schmitten – wird in
einigen Jahren dankbar sein, wenn sie durch diesen Entscheid den
Dorfcharakter und die landschaftliche Schönheit ihres Dorfes noch
geniessen und auf ihren Werbeprospekten vorzeigen kann.
Das höchste Kapital von Schmitten, die einmalige Landschaft, die Vielfalt
der Vögel und Insekten und die Ruhe für Einheimische und Feriengäste
muss erhalten bleiben. Nicht zuletzt bringt dieses Kapital der Gemeinde
auch Geld durch die Kurtaxen und die Steuern von
Ferienwohnungsbesitzern.
Unterstützen Sie unseren Vorschlag zur Umfahrung mit einem Tunnel und
dem Erhalt der Naturpracht dieser einmaligen Sonnenterasse!
Für weitere Informationen oder einen Beitritt zur IG nehmen Sie doch
einfach Kontakt mit unserer Ansprechperson auf.
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